Österreichs E-Mobilität startet mit Rekorden & Wachstum ins Jahr 2026

Auch für 2026 wird deutliches Wachstum für Fahrzeugmarkt und Ladeinfrastruktur prognostiziert

Österreichs E-Mobilität startet mit Rekorden & Wachstum ins Jahr 2026

 

Auch für 2026 wird deutliches Wachstum für Fahrzeugmarkt und Ladeinfrastruktur prognostiziert

 

Österreich startet mit einer Reihe starker Meilensteine in das Jahr 2026 und bestätigt damit seine Rolle als einer der dynamischsten E-Mobilitätsmärkte Europas. Sowohl bei Fahrzeugbestand und Neuzulassungen als auch beim Ausbau der Ladeinfrastruktur wurden 2025 neue Rekordwerte erreicht, die eine belastbare Basis für das weitere Wachstum schaffen.

 

Ladeinfrastruktur: Das Wachstum hält an

Beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur wurde innerhalb von nur eineinhalb Jahren die installierte Gesamtleistung von unter 1 auf über 2 Gigawatt verdoppelt. Besonders stark wuchs dabei die Ultraschnellladeinfrastruktur – von uns als „High-Power-Charger“ (HPC) klassifiziert: Die installierte HPC-Leistung (>150 kW) stieg innerhalb von zwölf Monaten von 558 MW (Megawatt) auf 1.185 MW. Österreichweit kamen allein 2025 über 600 MW neue HPC-Leistung hinzu, mit besonders starken absoluten Zuwächsen in Niederösterreich, der Steiermark und Oberösterreich. Relativ verzeichneten die Steiermark (+172 %), Niederösterreich (+171 %) und Wien (+135 %) die höchsten Wachstumsraten.

 

 

Mit Jahresende 2025 wurden erstmals mehr als 4.000 HPC-Ladepunkte erreicht. Insgesamt steht Österreich nun bei knapp 35.000 öffentlichen Ladepunkten, betrieben von einer großen Bandbreite an Ladeinfrastrukturbetreibern: Im Ladestellenverzeichnis der E-Control sind mit Jahresbeginn 2026 343 Ladeinfrastrukturbetreiber erfasst. Während die Gesamtzahl der Betreiber leicht zurückging, nahm die Marktkonzentration deutlich zu: Die Zahl der Betreiber mit mehr als 100 Ladepunkten stieg von 33 auf 46. Die durchschnittliche Netzgröße erhöhte sich im selben Zeitraum von 76 auf 104 Ladepunkte pro Betreiber, während der Median bei kleinen Betreibern bei drei Ladepunkten liegt.

 

PKW-Markt: Dynamisches Wachstum – starke regionale Unterschiede

Auch der PKW-Markt entwickelte sich 2025 dynamisch – die detaillierte Analyse der monatlichen Zahlen, Daten & Fakten finden Sie in den Datenvisualisierungen der Säule eRide sowie im Download-Bereich. Insgesamt wurden knapp 285.000 PKW neu zugelassen – ein Plus von 12,3 % gegenüber dem Vorjahr. Innerhalb dieses wachsenden Gesamtmarkts legten batterieelektrische PKW besonders stark zu: Die Zahl der BEV-Neuzulassungen stieg von 44.622 im Jahr 2024 auf 60.651 im Jahr 2025. Damit erhöhte sich der BEV-Anteil an den PKW-Neuzulassungen von 17,6 % auf 21,3 %. Trotz weiterhin hoher absoluter Zulassungszahlen bei Verbrennerfahrzeugen (inkl. Hybriden) sank deren Marktanteil von 75,7 % auf 68,6 %. Darüber hinaus wurde 2025 kein einziges neues mit Wasserstoff-Brennstoffzelle (FCEV) betriebenes Auto zugelassen.

 

 

Auf regionaler Ebene zeigen sich erhebliche Unterschiede: Während einzelne Regionen und politische Bezirke insb. in Teilen Kärnten, Salzburgs, Tirols und der Steiermark nur selten elektrische Neuzulassungsanteile von über 15 % aufwiesen und damit stark unter dem österreichischen Schnitt lagen, finden sich in Teilen Oberösterreichs, Niederösterreichs und dem Burgenland (sowie der Bundeshauptstadt Wien) Zulassungsbezirke mit über 30 % Neuzulassungsanteilen. Rekordwerte von knapp 50 % wurden im Jahr 2025 erstmals erreicht und werden 2026 den Prognosen von OLÉ – Österreichs Leitstelle für Elektromobilität zufolge in einigen weiteren Regionen zur Norm werden.

 

Schwere Fahrzeuge werden zunehmend elektrifiziert

Die Elektrifizierung des Schwerverkehrs nahm 2025 weiter zu. Die Zahl der batterieelektrischen Busse stieg von 58 im Jahr 2023 über 105 im Jahr 2024 auf 237 im Jahr 2025 – somit wurden allein im letzten Quartal 2025 mehr elektrische Busse zugelassen als im gesamten Jahr zuvor. Ein weiterer Meilenstein: Im November 2025 waren erstmals rund 50 % der neu zugelassenen Busse batterieelektrisch betrieben.

 

 

Bei schweren batterieelektrischen LKW (N2, N3 und Sattelzüge) erhöhte sich der Bestand im selben Zeitraum von 59 über 167 auf 405 Fahrzeuge. Diese Entwicklung deutet auf einen Übergang von vereinzelten Pilotprojekten hin zu einer breiteren Marktdurchdringung und zunehmender Systemintegration hin. Vor dem Hintergrund des Ausbaus der (LKW-)Ladeinfrastruktur, steigender BEV-Anteile im Fahrzeugmarkt sowie wachsender elektrischer Flotten im Personen- und Güterverkehr ergibt sich für Österreich zu Beginn des Jahres 2026 eine belastbare Ausgangslage für die weitere Entwicklung der Elektromobilität.

 

Alle Daten & Visualisierung zu Österreichs E-Mobilität auf der eMove Austria Online-Plattform

Weitere Visualisierungen und Daten zum Thema E-Mobilität sind auf der eMOVE Austria Online-Plattform zu finden und werden laufend aktualisiert. Die Daten sind sowohl im Download-Bereich als auch in den jeweiligen Daten-Subseiten der vier Säulen eRide, eCharge, eBus und eTruck zu finden.