Jänner 2026 als stärkster Jahresbeginn der E-Mobilität
Aktuelle Zahlen zeigen stabile Entwicklung bei Fahrzeugbestand, Neuzulassungen und Ladeinfrastruktur
Mit den neuesten Zulassungs- und Bestandszahlen zum Jahresbeginn 2026 setzt sich der langfristige Wachstumstrend der Elektromobilität in Österreich klar fort. Sowohl bei den Neuzulassungen als auch beim Fahrzeugbestand und beim Ausbau der Ladeinfrastruktur zeigen die Daten eine weiterhin stabile Entwicklung. Gleichzeitig bestätigen mehrere aktuelle Auswertungen von OLÉ – Österreichs Leitstelle für Elektromobilität der Bundesagentur AustriaTech, dass weiterhin starke regionale Unterschiede bestehen.
Starker Jahresstart bei den Neuzulassungen
Im Jänner 2026 lag der Anteil batterieelektrischer PKW (BEV) an den Neuzulassungen bei über 20 %. Damit bewegt sich der Markt weiterhin auf dem Niveau der stärksten Monate der vergangenen Jahre. Der Vergleich mit den Vorjahren zeigt, dass sich der BEV-Anteil in Österreich seit 2023 auf einem deutlich höheren Niveau stabilisiert hat. Trotz monatlicher Schwankungen bleibt der langfristige Trend klar positiv – mit dem klar stärksten Jahresbeginn aller Zeiten. Diese Entwicklung bestätigt, dass sich die Elektromobilität zunehmend als regulärer Bestandteil des Fahrzeugmarktes etabliert und nicht mehr ausschließlich von kurzfristigen Förder- oder Lieferzyklen geprägt ist.
Fahrzeugbestand erreicht neue Meilensteine
Auch im Fahrzeugbestand wurden zuletzt mehrere wichtige Schwellenwerte überschritten. Österreich hat mittlerweile mehr als 250.000 batterieelektrische PKW im Bestand. Gleichzeitig liegt der BEV-Anteil am gesamten PKW-Bestand seit Februar 2026 erstmals bei rund 5 %. Dabei zeigen sich auch deutliche regionale Unterschiede, die jedoch insgesamt ein positives Bild ergeben. Bereits fünf Bundesländer liegen über der 5-Prozent-Marke, zwei davon haben bereits einen Anteil von über 6 % erreicht und erreichen bald die 7 %-Marke. Parallel dazu verändert sich auch die Struktur des Gesamtbestandes. Erstmals liegt der Anteil von Diesel-PKW unter 50 %, während bei den Fahrzeugneuzulassungen der Plug-In-Hybrid-Antrieb nun erstmals den Diesel inkl. nicht ansteckbarer Hybrid-Varianten überholt hat. Diese Entwicklung zeigt, dass sich der Fahrzeugmarkt insgesamt in Richtung emissionsfreier Antriebe verschiebt, nicht nur bei Neuzulassungen, sondern zunehmend auch im (sichtbaren!) Bestand.
Ladeinfrastruktur wächst weiter mit
Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur verläuft weiterhin dynamisch. Besonders deutlich wird dies beim Verhältnis von Fahrzeugen zu Ladepunkten. In den letzten zwei Jahren hat sich vor allem im Bereich des (Ultra-)Schnellladens eine starke Verbesserung ergeben. Die Anzahl der BEV pro HPC-Ladepunkt ist deutlich gesunken, was auf einen überdurchschnittlichen Ausbau im Hochleistungsbereich hinweist. Auch bei Normalladepunkten zeigt sich eine stabile Entwicklung, während der Ausbau im mittleren Leistungsbereich weiterhin eine wichtige Rolle für die flächendeckende Versorgung spielt. Die aktuellen Zahlen bestätigen, dass der Infrastrukturaufbau weiterhin mit dem Fahrzeugbestand Schritt hält und insbesondere entlang wichtiger Verkehrsachsen zusätzliche Kapazitäten geschaffen wurden. Dies in den kommenden Jahren aufrechtzuerhalten, ist eine der größten Herausforderungen in der Antriebswende im Straßenverkehr.
Markt bleibt europäisch geprägt
Eine aktuelle Auswertung der Herkunftsländer der zugelassenen Fahrzeuge aus dem Gesamtjahr 2025 zeigt, dass der österreichische Fahrzeugmarkt weiterhin stark europäisch geprägt ist. Bei Verbrenner-PKW stammen rund 84 % der zugelassenen Fahrzeuge aus EU-Produktion, bei batterieelektrischen PKW liegt dieser Anteil bei rund 78 %. Damit ist der Anteil von Fahrzeugen aus Nicht-EU-Produktion bei Elektroautos zwar höher als bei Verbrennern, insgesamt bleibt der Markt jedoch klar von europäischen Herstellern dominiert. Auch bei den meistzugelassenen Modellen des Jahres 2025 zeigt sich, dass viele der erfolgreichsten Elektrofahrzeuge von europäischen Herstellern stammen und häufig auch innerhalb der EU produziert werden.
Detaildaten auf emove-austria.gv.at und in den Monatspublikationen der Leitstelle
Alle aktuellen (Detail-)Zahlen zu Fahrzeugen aller Kategorien und zum Ladenetz-Ausbau sind auf den jeweiligen eMOVE Austria Säulen eRide, eCharge, eTruck und eBus zu finden (mit Klick auf „Interaktive Datenvisualisierungen“). Die kostenlosen monatlichen Publikationen von OLÉ – Österreichs Leitstelle für Elektromobilität sind im Download-Bereich zu beziehen. Gleichzeitig steht das Team der Leitstelle jederzeit für individuelle Datenauswertungen für Regionen, Kommunen und Städte bereit und unterstützt laufend bei Analysen und Einschätzungen – einfach melden unter anfrage-emove@austriatech.at!

