E-Mobilität in Europa: 2025 mit enormem Wachstum

Wachstumssprünge in großen Märkten: Österreich weiter in Top 10

Die BEV-PKW-Neuzulassungsanteile im Europavergleich:

Alle Länderdaten analysiert und aufbereitet

 

Bis zu dreistellige Wachstumsraten innerhalb von 12 Monaten

 

Mit den final vorliegenden EU-Zulassungsdaten für das Jahr 2025 und der Aufbereitung von OLÉ – Österreichs Leitstelle für Elektromobilität lässt sich ein klares Bild des Wachstums zeichnen: Die Elektromobilität in Europa hat erneut deutlich an Dynamik gewonnen und kann auf ein Rekordjahr zurückblicken. Gleichzeitig zeigen die Zahlen starke Unterschiede zwischen einzelnen Ländern und damit sowohl beim Markthochlauf als auch bei der Geschwindigkeit der Elektrifizierung.

EU-weit wurden im Jahr 2025 insgesamt 1,88 Millionen batterieelektrische PKW (BEV) neu zugelassen. Gegenüber 2024 entspricht das einem Plus von rund 30 % bzw. knapp 430.000 zusätzlichen Fahrzeugen innerhalb eines Jahres. Der BEV-Anteil an allen PKW-Neuzulassungen stieg damit im EU-27-Schnitt von 13,6 % auf 17,4 %. Man kann also schon einen großen Meilenstein für 2026 ausmachen: erstmals werden in der EU in einem Jahr mehr als 2 Millionen neue batterieelektrische PKW auf die Straßen kommen.

Große Märkte treiben den europäischen Trend

Ein wesentlicher Teil des europäischen Gesamtwachstums in absoluten Zahlen ist auf einige der größten Automobilmärkte zurückzuführen. Deutschland verzeichnete 2025 über 545.000 neu zugelassene BEV-PKW, ein Zuwachs von mehr als 43 % gegenüber dem Vorjahr. Spanien konnte seine BEV-Neuzulassungen sogar um 77 % steigern, während Polen mit einem Plus von über 160 % den stärksten relativen Zuwachs aller EU-Mitgliedstaaten verzeichnete – wenn auch von einem noch niedrigen Ausgangsniveau (in Polen wurden 2025 weniger E-PKW zugelassen als in Österreich – trotz vielfach größeren Gesamtmarkts).

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Hohe BEV-Anteile besonders im Norden – aber das Wachstum besteht überall

Wie bereits in den Vorjahren liegen die höchsten BEV-Anteile weiterhin in Nordeuropa – und sind 2025 wie erwartet um ein Weiteres stark gewachsen: Dänemark führt den EU-Vergleich 2025 mit einem BEV-Anteil von 68,5 % (= zwei von drei neu zugelassenen PKW im Jahr 2025 waren batterieelektrisch betrieben) klar an, gefolgt von den Niederlanden (40,2 %), Malta (37,9 %), Finnland (37,2 %), Schweden (36,5 %) und Belgien (34,7 %). Insgesamt überschreiten damit bereits mehrere Länder die besonders relevante Schwelle von einem Drittel BEV-Anteil bei den PKW-Neuzulassungen.

Gleichzeitig ist zu beobachten, dass in einigen dieser Märkte die Wachstumsraten naturgemäß abflachen, während andere Länder eine deutliche Aufholbewegung zeigen. Insbesondere Süd- und Osteuropa weisen 2025 teils sehr hohe Zuwächse auf – etwa Portugal (+25 %), Litauen (+77 %), Bulgarien (+62 %) oder Slowenien (+104 %).

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Österreich im europäischen Vergleich

Österreich liegt 2025 mit einem BEV-Anteil von 21,3 % klar über dem EU-27-Durchschnitt und weiterhin unter den Top-10-Ländern Europas. Gegenüber 2024 entspricht das einem Zuwachs von 3,7 Prozentpunkten beim Anteil sowie einem Wachstum der BEV-Neuzulassungen um rund 36 %. Damit positioniert sich Österreich sowohl beim relativen Wachstum (Trend) als auch beim Zulassungsanteil im oberen europäischen Mittelfeld. Gleichzeitig zeigt der Vergleich mit den führenden Ländern, dass für eine weitere Annäherung an die europäischen Spitzenreiter zusätzliche Dynamiken notwendig sind – insbesondere bei der Bewusstseinsbildung, Kostentransparenz & bei der Angebotsvielfalt insb. für Regionen Österreichs mit speziellen Anforderungen an Ausstattung und Leistung der Fahrzeuge. Hier sei ein kurzer Einschub in die eMOVE Austria-Aktivitäten des Jahres 2026 erlaubt: an allen Themen wird gearbeitet – einiges wird in den kommenden Monaten verbessert werden.

2025 als großer Schritt in der Elektrifizierung des europäischen Straßenverkehrs

Die uns nun im Detail vorliegenden Zahlen für 2025 verdeutlichen jedenfalls klar: das Wachstum der Elektromobilität in Europa ist kein überall gleichmäßiger und linearer Prozess – denn er verläuft mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten und teils sehr großen Sprüngen. Entscheidend für die kommenden Jahre wird sein, wie gut es den EU-Mitgliedsstaaten gelingt, diese Entwicklungen zu verstetigen und auf breiter Basis abzusichern. Dies ist ein zentraler Baustein für Planungs- und Investitionssicherheit für die produzierende Industrie, Zulieferer und Handel und natürlich für die Flotten- und Privatkäufer:innen.

Auf europäischem Level wird auch 2026 an der Umsetzung zentraler europäischer Rahmenbedingungen wie der AFIR – Alternative Fuels Infrastructure Regulation und der Bereitstellung moderner, leistungsstarker Ladeinfrastruktur an den europäischen Transit- und Urlaubsrouten, gearbeitet.

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